Updated: 22nd Feb 2010
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hafen am rio parana
hafen am rio parana

Fruchtpolizei & Tikal27th Jan 2010

Der Weg von Leon, Nicaragua nach Nord-Guatemala war verdammt lang. Ich nehme mal vorweg, dass es sich definitiv gelohnt hat - aber fangen wir am besten von vorne an:

Vor ein paar Tagen sind wir in Leon in einen Bus Richtung San Salvador - El Salvador gestiegen, letztlich aber nur, weil San Salvador ein unvermeidbarer Stop auf dem Weg nach Guatemala war. Schon alleine der Weg dorthin durch den Norden Nicaraguas, Honduras und El Salvador war beindruckend, auch wenn das jetzt nicht durchweg im positiven Sinne gemeint ist. Kaum von Nicaragua nach Honduras ueber die Grenze gelangt sieht man an der Strasse NUR NOCH Muell - Meterbreit, teilweise sogar Strassen die links und rechts von der Interamericana aus Plastik gelegt sind. Nach etwa 10 Stunden fahrt, drei Grenzen, keinem Ausreisestempel (ich liess mir erklaeren, dass Nicaragua, Honduras und El Salvador wohl irgendwie politisch vereint sind) waren wir dann in San Salvador - jedoch auch nur fuer ca 5 Stunden schlaf, da es am naechsten morgen in aller Fruehe in den naechsten Bus ging, naemlich nach Guatemala Ciudad. Nebenbeibemerkt habe ich in Guatemala dann einen Einreisestempel bekommen - jedoch auch in El Salvador auch keinen Ausreisestempel. Somit bin ich nun offiziell gleichzeitig in Nicaragua, Guatemala und den USA (auch da habe ich beim ausreisen keinen bekommen :p) - das muss man erstmal schaffen ;). Von Guatemala City gings dann auch sofort wieder weiter nach Coban, einem Staedchen mit etwa 50 000 Einwohnern fuenf Stunden noerdlich der Hauptstadt gelegen. Ausser im teuersten Restaurant des Ortes Veggie-Lasagne zu futtern und Tot ins Bett zu fallen haben wir (Jetzt zu dritt. Im Bus haben wir einen Hollaender aufgegabelt der die gleiche Reiseroute vor sich hatte) dort vorgestern allerdings nicht mehr geschafft.

Am Tag darauf, also Gestern, sind wir dann zur Abwechslung auch direkt wieder in einen Bus gestiegen (Juhu!). Wenigstens war jene Fahrt dann einigermassen Amuesant. Zuerst wurden wir kurz nachdem wir aus Coban raus waren von der Polizei gestoppt, die die Papiere unseres Fahrers kontrollieren wollte, die dieser natuerlich nicht hatte. Also mussten wir, nachdem der Bus eh schon zu spaet losgefahren war erstmal nach Hause zum Busfahrer fahren, damit dieser seine Wagenpapiere und Fuehrerschein suchen kann. Etwas spaeter ging es dann also nocheinmal aus Coban los und natuerlich war die Polizei als wir wieder an die selbe Stelle kamen bereits verschwunden. Etwa drei Stunden weiter noerdlich gelangten wir dann in eine weitere und etwas ungewoehnlichere Kontrolle - naemlich zu der FRUCHTPOLIZEI. Ich mache absolut keine Witze, wenn ich an dieser Stelle sage, dass unser Bus tatsaechlich nach Fruechten durchsucht wurde. Es ist in der Tat so, dass Aufgrund von irgendeinem Insekt (Moskito, Fruchtfliege, whatever) nur bestimmte Fruechte in die Provinz Peten eingefuehrt werden duerfen (und deshalb angeblich jenes Insekt und die Krankheiten die es hier wohl uebertragen koennte nicht existiert). Trotz allem haben wir uns totgelacht und ich habe einen neuen Traumjob: Fruchpolizistin! :D

Nun endlich zu dem Punkt warum wir den ganzen Weg hier hoch auf uns genommen haben - es geht hier naemlich nicht um Flores an sich (auch wenn die Halbinsel auf derPhoto thumbnail wir uns grade befinden schon sehr schoen ist), sondern vielmehr um die Tatsache, dass wir quasi in alle Richtungen von Maya Ruinen umgeben sind. Unter anderem auch von Tikal, einer der bedeutendsten Staedte der Klassischen Maya Periode (3. bis 9. Jahrhundert). Da wir unbedingt einmal alle zugaenglichen Ruinen auf den 16qm betrachten wollten (7 Tempel - wobei wir einen davon dummerweise verpasst haben...Abzweigung nicht gefunden und viel zu spaet festgestellt), verschiedene andere mehr oder weniger riesige Bauten, Monumente ohne Ende, Gaenge, Darstellungen von Herrschern und und und. Da wir schon den Bus um 5 Uhr morgens genommen haben blieb uns eine ganze Menge Zeit vorm etwas spaeteren Touristenansturm alleine vor und auf den Monumenten zu Fruehstuecken und alles in Ruhe zu erkunden - im Menschenleeren Dschungel. Highlight war wohl die "Treppe" (eher Leiter....und zum Ende hin immer steiler) hoch zum fuenften Tempel - etwa 70 Meter, geschaetze Hundert Stufen im Rock und mit Schuhen ohne Profil. Der Ausblick war unglaublich - andere Monumente die aus dem Dschungel herausragen und das alles im morgendlichen Nebel. Da es auch etwas geregnet hat habe ich mich dann spontan entschlossen die Rutschige Leiter lieber Barfuss runter zu gehen...eigentlich waere es mir eh tausendmal lieber gewesen oben zu bleiben, da der Abstieg noch viel weniger spassig war als der Aufstieg. We survived Templo V. Viel krasser als Volcanoboarden ;).

Photo thumbnailAuch sonst waren die Ruinen ziemlich grossartig und wir haben im Dschungel noch eine ganze Menge lustige und bunte Tierchen entdeckt - von Spidermonkeys ueber Nasenbaeren, Fledermaeuse, einen leuchtend blau-tuerkisen Vogel und irgendsoeine Art Riesenbuntervogelklopps (fragt mich nicht wie die heissen. Sahen aus wie ein zu gross geratener leuchtend bunter Truthahn. Siehe Bilder ;)).

Ich kann heute jedenfalls zufrieden behaupten das der Weg schon ziemlich weit war, aber Tikal vielleicht noch einen viel weiteren Weg wert waere. Morgen wird dann erstmal ausgeruht - schliesslich sind wir heute sieben Stunden gelaufen und ueberlegen am Tag darauf auch schon wieder weiter zu fahren.

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On the way to & Flores
how we got to flores
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Tikal
Amazing Maya Ruins
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